Open Source Jahrbuch 2008 erschienen

Bereits zum fünften mal in Folge erscheint das Open Source Jahrbuch der Technischen Universität Berlin. Das Standardwerk zu Open Source, Open Access und verwandten Themen hat sich im deutschsprachigen Raum als Standard-Referenz und Nachschlagewerk zum Thema Open Source etabliert.

Das Open Source Jahrbuch verschafft dem Leser mit Beiträgen aus Wirtschaft, Recht und Soziologie einen umfassenden Überblick über die Entwicklung von freier Software und freiem Zugang zu Inhalten. Unter dem Motto “Zwischen freier Software und Gesellschaftsmodell” finden sich auf rund 370 Seiten unter anderem ökonomische Betrachtungen, praxisnahe Berichte zu erfolgreichen Open-Source-Projekten, technische Neuerungen und Anwendungen, Open Access sowie Wissensmanagement auf Basis von Open-Source-Software.
Erstmals kommen in diesem Jahr auch namhafte Soziologen zu Wort, so wie z.B. Dr. Udo Thiedeke, Privatdozent am Institut für Soziologie der Johannes-Gutenberg-Universität in Mainz, der in seinem Artikel über “Offene Quellen – Die medialen Bedingungen der Knappheitskommunikation” spricht. Auch sonst kann das Open Source Jahrbuch mit Berühmtheiten aufwarten:
Glyn Moody (Autor des populären Buchs “Rebel Code: Inside Linux and the Open Source Revolution” und Betreiber des Weblogs Opendotdotdot) schreibt über “Richard Stallmans Goldene Regel und das ‘Digital Commons” und Kaj Arnö (Geschäftsführer der MySQL GmbH und Vice President Community Relations von MySQL AB) berichtet über Architecture of Participation: Teilnehmende Open Source bei MySQL.

Das ganze Projekt wird Jahr um Jahr von einer wechselnden, studentischen Arbeitsgruppe rund um Prof. Dr. iur. Bernd Lutterbeck durchgeführt, die alle anfallenden redaktionellen Aufgaben übernehmen. Seit 2006 gibt es auch einen gemeinnützigen Verein “Open Source Jahrbuch e.v.”, der allen Interessierten des Jahrbuchs eine einfache Möglichkeit zur Unterstützung des Projekts geben möchte.

Die offizielle Ankündigung des Buches erfolgt am 6. März zwischen 17 und 18 Uhr auf der CeBIT in Halle 9 auf dem Future-Talk-Stand, aber erhältlich ist das Buch bereits seit dem 4. März im Buchhandel und unter opensourcejahrbuch.de – dort selbstverständlich auch als PDF Download. Fast alle Artikel stehen unter einer Creative Commons Lizenz.

http://idw-online.de/pages/de/news248812
http://www.opensourcejahrbuch.de/

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LPI bietet jetzt auch Zertifizierung für Firmen

Ab sofort gibt es vom Linux Professional Institute (LPI) ein neues Programm, das Firmen, die mit Linux-Dienstleistungen ihr Geld verdienen, besonders zertifiziert. Das Programm heisst “LPI Certified Solution Provider”; kurz “LPI CSP”. Auf einem neuen Portal können dann deratig ausgezeichnete Firmen und potentielle Kunden zusammenfinden. Dort werden die beteiligten Firmen nach einer Kombination aus Anzahl der Kundenreferenzen mit der Anzahl und der Höhe der LPI Zertifizierungen gerankt.

Die Teilnehmer des Programmes, sogenannte “LPI CSPs” haben dann eine Auszeichnung als “LPI Approved Partner” oder sogar als “LPI Approved Gold Partner”. Dies kann hilfreich sein, um erfolgreicher an Ausschreibungen teilzunehmen. Denn damit kann man zeigen, dass seine Lösungskompetenz im Bereich Linux liegt und kann ausserdem die “Qualität” seiner Mitarbeiter mit diesem weltweit gültigen Prädikat deutlich machen. Innerhalb der Zertifizierung gibt es drei Stufen: als “LPI Partner” kann man einsteigen, wenn noch keine Referenzen nachgewiesen werden können und die Mitarbeiter auch noch nicht vom LPI zertifiziert worden sind – für die nächsten beiden Stufen “Approved” und “Gold” müssen jeweils Nachweise über Kundenreferenzen und LPI Zertifizierungen erbracht werden. Reiner Brandt, Geschäftsführer bei LPI Central Europe, sagt zusammenfassend: “Der “LPI CSP” ist das passende Partnerprogramm für alle Firmen, die im Linux Business unterwegs sind und Ihre Kompetenz durch bereits LPI zertifizierte Mitarbeiter zum Ausdruck bringen möchten. In vielen Gesprächen haben wir festgestellt, das ein solches Programm von Systemhäusern und Linux Firmen gefordert wird, um sich besser von Ihren Mitbewerbern abheben zu können. Deswegen haben wir für diese hohe Anforderung ein neues, umfassendes Internetportal explizit bereitgestellt. Es ist eine wichtige Erweiterung neben den bereits bestehenden Partnerprogrammen “LPI ATP” und “LPI AAP”, die für eine qualitativ hochwertige berufliche Linuxausbildung eingerichtet wurden.”

Die international anerkannte, herstellerunabhängige Organisation, die den professionellen Einsatz von Linux, Open Source und freier Software vertritt und unterstützt, liefert ihr Zertifizierungsprogramm in sieben Sprachen aus. Die gemeinnützige Organisation LPI ist unabhängig von Softwareherstellern und Schulungsanbietern und gründete sich 1999 aus der Linuxgemeinde, welche, wie bei deratigen Intitutionen üblich, weiterhin stark in ihre die Arbeit einbezogen wird. Auf der kommenden CeBIT wird man die LPI Central Europe in Halle fünf besuchen können.

Die LPI hat sich bisher vor allem durch ihr Zertifizierungsprogamm hervorgetan, dass sich an Systemadministratoren richtet; über weitere Zertifizierungsprogramme, etwa für Anwender oder Entwickler, wird nachgedacht. Eine Darmstädter Firma hat dafür inzwischen eine frei zugängliche Web-basierte Plattform zur Vorbereitung auf die Zertifizierungsprüfungen errichtet. Teilnehmer können dort üben und sich austauschen; die Nutzung ist selbstverständlich kostenlos und füllt eine weitere Lücke in der qualifizierten Ausbildung von Linuxexperten.

Quellen:
http://www.lpice.eu/LPI-startet-neues-Part.69.0.html?&L=4
http://www.presseportal.de/pm/64177/1144892/max21_management_und_beteiligungen_agZ

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Umfangreiche FLOSS-Studie in “Entwicklungsländern”

Die europäische Union finanziert mit gut 700.000 Euro eine Studie, die die Nutzung von Free/Libre/Open Source Software (FLOSS) in “Entwicklungsländern” untersuchen will. Am Ende soll es eine Art “Roadmap” geben, die überprüfte Lösungen für klar definierte Bedürfnisse aufzeigt. Das Projekt ist ein Zusammenschluss von elf verschiedenen Organisationen aus neun Ländern. Forschungsinstitute, Regierungs- und Nicht-Regierungsorganisationen sowie private Unternehmen aus Argentinien, Kambodscha, China, Ghana, Indien, Südafrika, Spanien und Großbritanien bilden die nächsten zwei Jahre das Projekt FLOSSinclude – dies unter dem Dach des 7. EU-Forschungsrahmenprogramms. Das Projekt wird angeleitet von UNU-MERIT, eine gemeinsame Forschungsstelle der United Nations Universität sowie der Maastricht University in den Niederlanden.

Das Projektteam hat bei seinen Zielen eine hohe Messlatte: Sie wollen zunächst eine gründliche Analyse der vorhandenen Daten machen und dabei Schlüsselprobleme und Regionen (speziell diese mit evtl. blockiertem Potential) identifizieren. So sieht das Projekt vor, Informationen besser zu verbreiten und für eine effektivere Vernetzung der bereits vorhandenen lokalen und regionalen Initiativen zu sorgen. Es sollen dann anhand der spezifischen Fälle die technischen, wirtschaftlichen und sozio-politischen Bedürfnisse gezeigt werden. So kann das Wachstum von Verwendung und Entwicklung herausgefunden werden. Dann soll eine Bedarfsanalyse gemacht werden: Anhand der konkreten Fälle soll gezeigt werden, welche speziellen technischen, wirtschaftlichen und sozio-politischen Bedürfnisse die untersuchten Regionen haben um für Wachstum in Verwendung und Entwicklung der freien Software zu sorgen. Daraufhin soll mittels Pilotversuche bestätigt werden, dass die Lösungen, Werkzeuge und Dienste der freien Software kosteneffizient und praktikabel sind. Am Ende soll dann mit Unterstüzung der regionalen Inititativen eine “Roadmap” erstellt werden, die konkreten Fällen mit klar identifiziertem Bedarf – anhand der Pilotversuche überprüfte – Lösungvorschläge bereithält.

Ausserdem soll das (durch das Projekt entstandene) Netzwerk nachhaltig genutzt werden um die internationale Zusammenarbeit zwischen der EU und den “Entwicklungsländern” zu fördern. Die Studie wird an vorangegangene Studien, wie z.B. die FLOSSWorld anknüpfen.

Quellen:
http://www.eurekalert.org/pub_releases/2008-02/unu-gcl021908.php
http://www.merit.unu.edu/research/projects_view.php?id=187

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European Union Public Licence in 22 Sprachen veröffentlicht

Die European Union Public License (EUPL) ist eine von der Europäischen Union herausgegebene Lizenz mit Copyleft für die Lizenzierung freier Software. Sie ist ausdrücklich zur GNU General Public License Version 2 (GPLv2) kompatibel. An der Kompatibilität zur GPLv3 wird kontinuierlich weitergearbeitet. Schon vor einem Jahr wurde die EUPL in englisch, französisch und deutsch veröffentlicht, diese waren jeweils auf die regionalen Gesetzesgebungen abgestimmt.

Nun gibt es offizielle Übersetzungen in 22 europäische Sprachen. Damit ist die EUPL die erste Open Source-Lizenz mit in einer derart großen Zahl gleichberechtigter Sprachfassungen. Für die meisten anderen Open Source-Lizenzen liegen zumeist nur “inoffizielle” Übersetzungen vor, die zwar sprachlich, aber teilweise nur mäßig fachlich übersetzt wurden. Diese neuen Fassungen hat die Europäische Kommission im Januar offiziell abgesegnet, nachdem jede Version an die sprachlichen Feinheiten sowie an die rechtliche Situation in den entsprechenden Ländern angepasst wurde. Die Übertragung in die Landessprachen sei eine schwierige Angelegenheit gewesen: Während an den reinen Übersetzungen der Anfang 2007 fertig gestellten Lizenz gearbeitet wurde, musste sie in einigen Fällen an das nationale Recht angepasst werden.

Die Lizenz wurde zwar hauptsächlich für das europäische Projekt IDABC (Interoperable Delivery of European eGovernment Services to public Administrations, Businesses and Citizens) entwickelt, für dass sie bereits benutzt wird, soll aber selbstverständlich auch für alle anderen freien Software Projekte zur Verfügung stehen. Auch soll es mit der EUPL der öffentlichen Verwaltung in der EU leichter gemacht werden, freie Software einzusetzen und zu fördern.

Der 2005 vorgeschlagene Text beruht auf einer Auftragsstudie der Universität Namur (CRID/Belgien), die verschiedene Lizenzmodelle in Hinblick auf ihren Einsatz in der öffentlichen Verwaltung in Europa untersucht hat. Die Lizenz ist in ihrer Zielsetzung der GNU General Public Licence (GPL) vergleichbar, ist aber dem europäischen Recht angepasst. Es gab aus der Community zunächst etwas Gegenwind, sie bezweifelten angesichts einer wachsenden Vielfalt an Lizenzen ihre Notwendigkeit. Aber „damit erhält die Verwaltung Rechtsicherheit, wenn sie ihre Softwareprodukte für andere freigibt,“ erklärte Jean-Paul Triaille, einer der Co-Autoren der EUPL. Aus Sicht der IDABC stand bei der Schaffung der EUPL im Vordergrund, den Verwaltungen eine Lizenz an die Hand zu geben, über die sie verfügen kann. Auf die Entwicklung der GPL habe man jedoch keinen Einfluss. Die EUPL gibt den europäischen Open Source Communities einen gemeinsamen Rechtsraum.

Quellen:
http://europa.eu.int/idabc
http://ec.europa.eu/idabc/en/document/7340

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Projekte für den Linuxtag gesucht

Der LinuxTag ist für Anwender und Entwickler von Freier Software eine der wichtigsten Veranstaltungen dieser Art. Inzwischen finden sich auf der jährlichen Messe knapp 10.000 Teilnehmer. Thema ist Freie Software mit einem Schwerpunkt auf Linux, und so soll die Messe einen umfassenden Überblick über den Markt um Linux und Freie Software geben.
Nun werden wieder interessante Projekte und Entwicklungen für den LinuxTag 2008 in Berlin gesucht. Der “Call for Papers” für das Kongressprogramm ist bereits abgeschlossen, das Programm wird vorraussichtlich Mitte März erscheinen. Doch der “Call for Projects” ist gerade erst angelaufen. Noch bis 21. Februar können sich Interessierte für einen Stand auf dem LinuxTag bewerben. Hierauf können sich kommerzielle und nicht-kommerzielle Projekte bewerben. Es werden über 10.000 Teilnehmer aus über 30 Ländern erwartet, alle Infos zur Bewerbung gibt es in dem Call for Projects.

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Wiener FOSS Projekte bekommen umfangreiche Förderung

“Technologie- und Innovationsförderung ist mehr als reine Projekt- oder Unternehmensfinanzierung” schreibt das Zentrum für Innovation und Technologie in Wien (ZIT) auf seiner Webseite. Deswegen wurde auch dieses mal den Bewerbern des Wettbewerbs zur Unterstützung heimischer IT-Projekte genau auf die Finger geschaut. Insgesamt haben sich über 40 Unternehmen aus Wien beworben.
13 Unternehmen bekamen die Förderung, darunter sechs, die Systeme entwicklen, die unter einer Open-Source-Lizenz stehen. Insgesamt wird mit 1,4 Millionen Euro gefördert, fast die Hälfte geht also an die Projekte aus der Open-Source Welt. vor allem die Gemeinderätinnen Sybille Straubinger (SPÖ) und Marie Ringler (Grüne) freuen sich über dieses Ergebnis, denn sie hatten sich im Vorfeld für einer Förderung von Open-Source-Projekten besonders enagiert.

Die geförderten Unternehmungen umfassen beispielsweise eine digitale Mediathek, die Entwicklung einer Nebenstellenanlage und die Programmierung einer Unternehmenssoftware. Nähere Details zu den geförderten Projekten stehen im Endbericht der Vienna IT Enterprises.

Die 10-köpfige Jury hatte hohe Ansprüche: Sie wollen die gesellschaftliche Relevanz von Forschung und Technologie in den Vordergrund stellen und damit eine breite Zielgruppe ansprechen und deren Entwicklungspotenziale unterstützen. Die Wirtschaftsstruktur Wiens soll beachtet werden und es soll nicht doppelgleisig gefahren werden, was bedeuted, dass das Förderportfolio mit anderen Fördereinrichtungen abgeglichen wurde.

Quellen:
Technologie- und Innovationsförderung ist mehr als reine Projekt- oder Unternehmensfinanzierung” schreibt das Zentrum für Innovation und Technologie in Wien (ZIT) auf seiner Webseite. Deswegen wurde auch dieses mal den Bewerbern des Wettbewerbs zur Unterstützung heimischer IT-Projekte genau auf die Finger geschaut. Insgesamt haben sich über 40 Unternehmen aus Wien beworben.
13 Unternehmen bekamen die Förderung, darunter sechs, die Systeme entwicklen, die unter einer Open-Source-Lizenz stehen. Insgesamt wird mit 1,4 Millionen Euro gefördert, fast die Hälfte geht also an die Projekte aus der Open-Source Welt. vor allem die Gemeinderätinnen Sybille Straubinger (SPÖ) und Marie Ringler (Grüne) freuen sich über dieses Ergebnis, denn sie hatten sich im Vorfeld für einer Förderung von Open-Source-Projekten besonders enagiert.

Die geförderten Unternehmungen umfassen beispielsweise eine digitale Mediathek, die Entwicklung einer Nebenstellenanlage und die Programmierung einer Unternehmenssoftware. Nähere Details zu den geförderten Projekten stehen im Endbericht der Vienna IT Enterprises.

Die 10-köpfige Jury hatte hohe Ansprüche: Sie wollen die gesellschaftliche Relevanz von Forschung und Technologie in den Vordergrund stellen und damit eine breite Zielgruppe ansprechen und deren Entwicklungspotenziale unterstützen. Die Wirtschaftsstruktur Wiens soll beachtet werden und es soll nicht doppelgleisig gefahren werden, was bedeuted, dass das Förderportfolio mit anderen Fördereinrichtungen abgeglichen wurde.

Quellen:
http://www.zit.co.at/page.aspx?target=104249
http://www.vite.at/fileadmin/redaktion_vite/EndberichtZITCall_IKT2007.pdf

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Modern, wirtschaftlich und sicher: Die Bundesagentur für Arbeit setzt auf freie Software

Die Bundesagentur für Arbeit (BA) hat Ende des Jahres rund 13.000 Internet-Informationsplätze von Windows-NT auf Linux umgestellt. Nach eigenen Angaben sei die Umstellung erforderlich gewesen, weil “die vorherige Kombination aus Windows-NT und Internet Explorer bei der Darstellung aktueller Medieninhalte und der Unterstützung moderner Hardware mit der technologischen Entwicklung nicht mehr Schritt halten konnte”.

Die Internet-Center dienen den Besuchern der 178 Arbeitsagenturen zur Recherche. Sie sind frei zugänglich, weswegen es einen hohen Anspruch an die Sicherheit gibt. Darin sieht die BA neben einem stabilen Betriebsverhalten und weitreichende Anpassungs- und Konfigurationsmöglichkeiten die größten Vorteile dieser Umstellung. Aber auch die Kosten spielen eine Rolle: Einerseits entfallen durch den Einsatz freier Software die Lizenzkosten, andererseits sinken die Betriebskosten; denn die BA betreibt schon seit Jahren ihre Server unter Linux. Dadurch ergeben sich nun standardisierte Automatisierungs- und Wartungsverfahren.

Zusammenfassend sagt Klaus Vitt, CIO der Informationstechnik der BA, dass “die BA mit der Umstellung auf Open Source-Software und Linux auf die künftigen technologischen Entwicklungen flexibel reagieren kann. Für die Zukunft steht der BA damit eine große Auswahl an potenzieller Software zur Nutzung verschiedener Internetmedien und für eine optimale Internetkommunikation der Kunden zur Verfügung.“

Quelle:
http://www.arbeitsagentur.de/nn_27044/zentraler-Content/Pressemeldungen/2008/Presse-08-002.html

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Noch einfacher Linux ausprobieren mit Wubi

Wubi hilft Neueinsteigern, ein Ubuntu, Kubuntu, Xubuntu oder Edubuntu testweise zu installieren. Zum einen gibt es schon länger die Methode der LiveCDs, ebenfalls für all diese Distributionen. Dort kann man direkt von CD aus ein ganzen Betriebssystem testen und risikolos ausprobieren, ob es einem gefällt und ob alle Komponenten des Rechners vom System erkannt werden. Die Einstiegshürde ist dadurch schon um ein großes Maß gesunken. Nun gibt es noch was neues, nämlich den “Windows based Ubuntu Installer” namens Wubi. Hier kann man ohne Veränderung der Partitionen, also ohne eine Partition für Linux mit einem Linux-Dateisystem auf der Festplatte einzurichten, auf einem Windowsrechner ein Linux installieren.

Wubi wird wie ein ganz normales Programm unter Windows installiert. Das Programm lädt das jeweils benötigte CD-Image selbst herunter. Man muss nicht selber danach suchen und es auch nicht brennen, denn Ubuntu installiert sich mit Wubi aus Windows heraus selbst. Wubi legt dann ein virtuelles Laufwerk an, d.h. die Installation von Linux wird in einer Image-Datei auf dem Windows-Rechner gestartet, welche aus Sicht des Linux-Systems ein Laufwerk ist. Das Partitionieren entfällt – der Teil der Installation, der bei Neuanwendern immer wieder als einer der kompliziertesten aufgefallen war. Zu guter letzt trägt Wubi Ubuntu in den Windows-Bootmanager ein, statt einen eigenen zu installieren.
Für den Windowsuser ist also die Installation denkbar einfach und “transparent”, und so funktioniert auch die Deinstallation: wie immer unter Windows über die Systemsteuerung (“Software”). Wird dort der Eintrag “Wubi” deinstalliert, wird das gesamte virtuelle Laufwerk und der Eintrag im Bootmenü rückstandslos entfernt.

Risikofreies und “transparentes” installieren und deinstallieren ist hier die Devise. Bei den LiveCDs gibt es leider den Nachteil, dass beim Ausprobieren logischerweise direkt von CD ausgeführt wird, was natürlich zu Verzögerungen und einem weniger flüssigen Betrieb führt. Dieses Problem wird durch Wubi behoben. Wubi unterscheidet sich von einer normalen Ubuntuinstallation nur noch dadurch, dass es eben auf Dateien in der Windowspartition zugreifen muss und keine eigene Linuxpartition hat. Dies könnte manchmal langsamere Schreib- und Lesezugriffe bewirken. Einem Neueinsteiger ist diese Variante also ohne Vorbehalt zu empfehlen und im Wiki der Ubuntuusers gibt es dazu auch eine schöne Anleitung.

Quellen:
http://wiki.ubuntuusers.de/Wubi
http://wubi-installer.org/

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KDE 4: released!

Die K Desktop Environment (KDE) ist eine frei verfügbare Arbeitsumgebung bzw. Oberfläche für Unix-Systeme, die mit dem Ziel entwickelt wird, vollwertig, konsistent und leicht bedienbar zu sein. Neben KDE gibt es noch viele weitere, aber nur “Gnome” ist ähnlich weit verbreitet. Nach langem Warten wurde von den Entwicklern nun endlich eine stabile Version von KDE 4 herausgebracht. Es gibt viele Neuerungen. Das neue KDE wirkt insgesamt viel klarer als seine Vorgänger, der Desktop macht aber seinem Spitznamen “Eye-Candy” alle Ehre. Wer sich dies mal genauer anschauen möchte, kann auf kde.org eine bebilderte Führung
machen.

“Plasma” z.B. ist die neue Anwendung für den Zugang zur Arbeitsoberfläche die es u.a. erlaubt, kleine Programme auf dem Hintergrund zu platzieren. Diese von den Entwicklern “Plasmoids” benannten Widgets lassen sich über die Desktop-Toolbox am linken oberen Bildschirmrand auswählen – wie von KDE gewohnt sind diese Funktionen und Grafiken stark modifizierbar. Bei einer Neuinstallation ist ein Paket schon vorbereitet: Es gibt einen Notizblock, der kurze Texte scheinbar auf den Desktop klebt, eine Wörterbuchabfrage und einen Bilderrahmen; und natürlich die obligatorischen Tools wie Uhr, Batteriestandsanzeige für Notebooks und eine Anzeige für die Netzlast. “Superkaramba” konnte zwar ähnliches schon vorher, die Funktionen wurden aber optimiert.

Eine Generalüberholung gönnte man auch dem “Konqueror”: Er bleibt zwar Dateimanager und Webbrowser, für das Dateimanagment ist nun aber speziell “Dolphin” zuständig. Dolphin besticht mit Schlichtheit und voller Konzentration auf diese eine Aufgabe. Langfristig soll “Dolphin” mit dem Informations-Framework “Nepomuk” erweitert werden können, der versucht “tagging” in das Dateimanagment zu integrieren. Damit kann ein Objekt zugleich mehreren Kontexten zugeordnet werden, was einige Erleichterungen verspricht.

Auch für PFDs gibt es eine neue Anwendung: “Okular” ist der Nachfolger von KPDF und unterstützt zahlreiche Bild- und Textformate. Dies ist kein reiner Betrachter mehr, denn man hat einige Werkzeuge zur Verfügung um z.B. Bemerkungen und Markierungen innerhalb eines Dokuments anzubringen und zu speichern.
In der neuen Version von KDE hilft “Strigi”, den Desktop zu durchsuchen. Der Strigiclient ist einfach und minimalistisch: Ein Textfeld nimmt den Suchbegriff entgegen und präsentiert die Ergebnisse in einer Liste. Das “Oxygen”-Team von Grafikern innerhlab des KDE-Teams legt besonderen Wert auf Schönheit und Klarheit. KWin, der KDE-Fenstermanager unterstützt jetzt erweiterte, grafische Effekte um den Umgang mit Fenstern und natürlich die üblichen Effekte wie Transparenz und Schatten.

Unter der Nutzeroberfläche gab es auch noch einige Änderungen: der Wechsel auf die Grafikbibliothek Qt 4, der Umstieg vom DCOP-Protokoll auf D-Bus und “Solid”, eine neue Schnittstelle zur Anbindung von Peripheriegeräten.

Quellen:

http://dot.kde.org/1200050369/

http://kde.org/announcements/4.0/index-de.php

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FOSSGIS 2008 – die Open Source GIS Branche in Freiburg

Vom 01. bis 03. April 2008 präsentiert sich die Open Source Branche auf der größten deutschsprachigen Anwenderkonferenz für Freie Geo-Informationssysteme in der Albert-Ludwigs-Universität in Freiburg.

Nach Aussage der Veranstalter sind geographische Anwendungen auf Basis freier Software einer der dynamischsten Wachstumsmärkte im gesamten IT-Markt. Die Nachfrage nach Geoinformationen erfährt nicht nur durch populäre Massenanwendungen wie Google Maps & Co. erhebliche Steigerungen. Auch die Bereiche Neogeography, Business Mapping, Tourismusanwendungen, 3D-Anwendungen, mobile GI-Systeme oder Metadaten erfahren seit Jahren einen stetigen Aufwärtstrend.

Für diese und viele weitere Anwendungen werden an drei Astellungstagen auf der FOSSGIS 2008 bewährte und innovative Open Source Anwendungen vorgestellt. Außerdem werden in Workshops und Vorträgen die neuesten Open Source Entwicklungen im Bereich Webmapping, Geodatenmanagement und Desktop-GIS präsentiert.

Der Eintritt ist kostenfrei, Workshops aber kostenpflichtig und eine Registrierung ist notwendig. Der Call for Papers läuft noch bis 1. März.

Es gab auch Ende November eine ähnliche, aber deutlich kleinere Veranstaltung: die where2b Konferenz in Bonn. Laut der Veranstalter war sie mit 140 Teilnehmer aus Deutschland, den Niederlanden, Österreich und Italien ein voller Erfolg. Inzwischen kann man sich die Vorträge als pfd von deren Webseite runterladen.

Quellen:
http://www.fossgis.de/
http://www.where2b-conference.com/

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