Mit Spannung wird sie erwartet: Am 23. November soll die neue Version 3.5 der grafischen Desktop-Oberfläche KDE erscheinen. Nach der Beta im Oktober wurde letzte Woche endlich der erste Release Candidate (RC) veröffentlicht, über den sich nun eifrige Tester hermachen dürfen – zum Aufspüren der letzten Fehler. Jeder ist aufgefordert, sie sich herunter zu laden. Für Selbst-Compiler ist auf der Webseite von KDE eine ausführliche Liste mit den Anforderungen der einzelnen Pakete enthalten.
KDE vereint als beliebte Oberfläche laut seinen Entwicklern „die Einfachheit der Nutzung mit zeitgenössischer Funktionalität und ein herausragendes grafisches Design mit der technischen Überlegenheit des UNIX-Systems“. Und die neue Version verspricht einige interessante Erweiterungen: Die „Tooltips“ wurden aufgestockt, so dass beim Scrollen mit der Maus auf der Arbeitsoberfläche jeweils eine Liste mit den erhältlichen Programmen erscheint. Darüber hinaus kann man sich über sie die Uhrzeiten in allen Zeitzonen anzeigen lassen.
Auch der Browser Konqueror wurde aktuellen Bedürfnissen im Zeitalter des Spam angepasst: Er kann unerwünschte Pop-Ups blockieren. Mittels eines neuen Plug-Ins kann er in mehreren Suchmaschinen stöbern, was er nun mit dem Browser Firefox gemein hat.
Was noch neu ist: Der E-Mail-Client KMail hat neue Importfilter bekommen und Kopete, der Instant Messenger, ermöglicht jetzt Videokonferenzen. Als neue Schmankerl sind zwei Programme hinzu gekommen: blinKen, ein Retro-Memory-Game aus den Siebzigern und KGeography, eine Lernsoftware für Erdkunde.