Ubuntu und GNU: Gnubuntu

Die Linux-Distribution Ubuntu könnte bald eine Version herausbringen, die gänzlich mit Freier Software unter der GNU Public Licence bestückt ist. Das Projekt trägt bislang den Arbeitstitel „Gnubuntu“ und hofft auf den erforderlichen Segen der Free Software Foundation (FSF). Bislang setzt sich Ubuntu hauptsächlich aus Freier Software zusammen, aber eben nicht vollständig. Ubuntu-Gründer Mark Shuttleworth hat sich mit Richard Stallmann, dem Gründer von GNU und der FSF, geeinigt und bereits eine Domain unter dem Namen Gnubuntu.org für sein „ideologisch reines Derivativ“ registrieren lassen, wie er in der Ubuntu-Mailingliste berichtet.
Die Linux basierte Plattform Ubuntu ist nach einem altafrikanischen Wort benannt und bedeutet „Menschlichkeit gegenüber anderen“. Dieses noble Motto hat sich die Ubuntu Gemeinschaft auf die Fahnen geschrieben. Schließlich ist ihre Software gratis erhältlich, soll in der regionalen Sprache des Benutzers ohne Einschränkungen erhältlich sein und von jedem User nach dessen Belieben erweiterbar – so steht es im Manifest. Alle sechs Monate wird eine überarbeitete Version veröffentlicht, bei dem der Kernel, Gnome und in jedem dritten Update auch die Sicherheitseinstellungen verbessert werden.
Im Jahr 2004 finanzierte der Südafrikaner Mark Shuttleworth die Entwicklung von Ubuntu Linux, um eine nutzerfreundliche Version des Betriebssystems samt einfacher Installation voran zu treiben. Dieses Jahr gründete er die Ubuntu Foundation, die Ubuntu-Entwickler mit insgesamt 10 Millionen Dollar unterstützen soll. Letzte Woche erhielt er dafür auf der Linux World Expo in Frankfurt den Linux New Media Award. Die aktuelle Version 5.10 gibt es seit Oktober diesen Jahres. Dazu kommen die beiden Varianten Kubuntu mit der KDE-Oberfläche als Standard und Edubuntu für den Einsatz in Schulen.

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