Um afrikanischen Entwicklungsländern den Sprung ins digitale Zeitalter, sprich die nötigen Hard- und Software-Ressourcen, als auch eine Internet-Verbindung zu ermöglichen, wurden einige Projekte ins Leben gerufen. Mark Shuttleworth, der bereits mit seinen kostenlosen Linux-Distributionen Ubuntu, Edubuntu, Kubuntu und Xubuntu die Entwicklung voran treibt, finanziert über seine Shuttleworth-Stiftung auch das gemeinnützige Projekt Freedom Toaster: Das Kiosk-System kann zumindest die Lücke bei den mangelnden Programmen schließen und besteht aus einem Automaten, um Open-Source-Software auf CD und DVD lokal zu brennen. Über ein Nutzermenü auf einem Touchscreen kann man dort problemlos Freie Software auswählen und sie auf ein mitgebrachtes Medium wie eine CD brennen lassen. Bereits sind einige dieser „Brenn-Stationen“ in afrikanischen Läden im Einsatz.
Wenn nun im nächsten Jahr das Stiftungsgeld für das nichtkommerzielle Projekt ausläuft, will Gründer Jason Hudson sein eigenes Unternehmen starten, um das Open-Source-Kiosk-System auch weiter betreiben zu können – dann aber kommerziell. „Es gibt eine überwältigende Nachfrage von Leuten, die den Freedom Toaster kaufen wollen“, erklärt Hudson bei Tectonic. Als nichtkommerzielle Organisation könne man dem bislang nicht nachkommen, aber das geplante Unternehmen würde das. Deshalb rechnet er sich gute Erfolgschancen für die Firma im nächsten Jahr aus. Dennoch wird er nicht der einzige sein, der den „Brenn-Automaten“ vertreiben wird: Demnächst soll laut Hudson eine Bedienungsanleitung online erhältlich sein, die es jedem Geneigten ermöglichen soll, selbst so ein Kiosk-System zusammen zu bauen.
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