Podcasts erfreuen sich seit bald zwei Jahren wachsender Beliebtheit. Letztes Jahr war es das Wort des Jahres in England. Auch hierzulande ist das digitale Aufzeichnen von selbst erstellten Radiosendungen und deren Herunterladen per Abonnement so beliebt, dass Hörer mittlerweile wöchentlich dem Kanzlerinnen-Podcast von Angela Merkel lauschen können. So eine digitale Radiosendung ist natürlich genauso einfach auf dem Linux-Betriebssystem zu bewerkstelligen. Um sich einen oder mehrere Podcast-Sendungen regelmäßig herunterzuladen, benötigt man nur einen Player, der die gewünschten Sendungen mittels eines RSS-Feeds automatisch abruft.
Im aktuellen LinuxUser-Magazin, Ausgabe 09/06 werden drei Abspiel-Programme dazu vorgestellt, die leicht zu handhaben sind: KatchTV für SUSE wartet mit einer vereinfachten Nutzeroberfläche auf: Auf der linken Seite des Programmfensters steht eine Liste der verfügbaren Podcasts, nach einem Klick darauf sieht man jeweils auf der rechten Seite die weiteren Informationen zu den Sendungen.
Der Democracy Player läuft unter Ubuntu, Debian und Fedora, Windows und OSX. Das übersichtliche wie verständliche Abspiel-Programm versteht sich als neue Generation des „Volks-TV“. Seine Entwickler, die Participatory Culture Foundation, und ihr politischer Ansatz wurde bereits an dieser Stelle besprochen. Der Player soll als weiterer Aspekt der Social Software die Hörer verbinden: In der Community können User in dem umfangreichen Portal die Podcasts untereinander bewerten und empfehlen.
Podnova unter SUSE, Windows und OSX ist nicht nur ein Player, sondern gleichzeitig auch eine umfangreiche Suchmaschine für alle möglichen Sparten von Sendungen. Basierend auf dem Juice Player kann er aber auch Filme abspielen. Jedoch muss man nach 31 Tagen mit einem Gast-Status Mitglied werden, um die Such- und Abspielfunktion weiterhin nutzen zu können.