Dieses Jahr haben doppelt soviele Menschen wie noch vor einem Jahr den Fragebogen der Linux-Foundation ausgefüllt – gut die Hälfte davon kommt aus Europa. Interessanterweise stellte sich bei der Studie heraus, dass inzwischen doch nur noch ein Drittel aller Linuxrechner im Unternehmensbereich als Server verwendet werden – der Rest findet seine Verwendung bei den Endnutzern als “normaler Desktop-Büro-Rechner”.
Schon fast 40 Prozent der befragten Unternehmen setzen mehrheitlich Linux-Desktops ein, vorwiegend Ubuntu (54 Prozent), gefolgt von diversen RedHat/Fedora-Produkten (50 Prozent) und SUSE/Novell (35 Prozent). Wie die Studie zeigt, führt auch im privaten Bereich Ubuntu die Liste der verwendeten Distributionen eindeutig mit über 55 Prozent an. Nach Ubuntu folgen Debian (22 Prozent) und openSUSE (19,5 Prozent), Fedora (16,7 Prozent) und Gentoo (10,2 Prozent). Diese und die vorangegangen Zahlen, (die jeweils addiert mehr als 100 Prozent ergeben) verdeutlichen sehr schön, dass oft auch mehrere Distributionen auf einem Rechner laufen. Fast dreiviertel der Befragten halten Linux für absolut zuverlässig, nur 20 Prozent schwanken. Migrationshindernis Nummer eins sei Support und Anwenderschulung. Außerdem wünschen sich die Linux-Nutzer im Bürobereich mehr Anwendungen: Die Liste wird angeführt von Adobe Photoshop, gefolgt vom CAD-Programm AutoCAD und auf Platz 3 liegt das Web-Entwicklungsprogramm Dreamweaver. Gleichzeitig wird eine bessere Unterstützung von Peripheriegeräten wie etwa Druckern gewünscht.
Es ist noch hinzuzufügen, dass die Teilnehmer der Umfrage auf freiwilliger Basis durchführten, und demzufolge nicht gewährleistet ist, aus welchem Kontext die Teilnehmer jeweils stammen.